Aisha – adoptiert!

AM 31.7.2016 ZUHAUSE ANGEKOMMEN

Aisha

3.2.2018: Aisha und die Küchenrolle https://youtu.be/1SxLYqdQIVw

3.2.2018: Aisha unterwegs im Wald https://youtu.be/GHnaQ7mnYEc

3.2.2018: Aisha lässt sich verwöhnen https://youtu.be/Y1svlNjQ1rc

3.2.2018: Nachricht von Aishas Zuhause :D
Hallo liebe Pro4Pet-Gemeinschaft,
es ist wieder mal Zeit für Nachrichten von Aisha. Das liebe Hunderl ist pumperlgsund, zur Zeit fitter als das Herrli (ich glaub sie hat mir meine Kondi gfladert!!) und hält dank ausgiebigen Spaziergängen brav ihr verschriebenes Idealgewicht, und das, obwohl in letzter Zeit scheinbar jeder meinen Hund füttern will! Angefangen von meiner Mama, die sich kaum beherrschen kann, Aisha nicht ein paarmal am Tag ein paar Leckerbissen hin zu werfen, weiters diverse fremde (meist ältere) Leute, die wir bei Spaziergängen treffen, und zufällig etwas eingesteckt haben, außerdem Aishas größter Verehrer, unser 5-jähriger Nachbar, der Aisha am liebsten täglich besuchen würde und sich nun auch für das Hundefüttern begeistert. Sogar zu seiner Geburtstagsfeier war Aisha gestern eingeladen (und ich als notwendiger „Hundebändiger“ halt auch 😉 ) und sie war sein am sehnlichsten erwarteter Ehrengast. Insgeheim war ich aber froh, dass nicht meine diesbezüglich erfolgreichen Erziehungsbemühungen unterminiert wurden und für Aisha nichts von der Geburtstagstorte oder der belegten Riesenbrezel (vom Tisch) abfiel.
Wie letztes Jahr hat Aisha auch heuer mit ausgesprochener Gleichgültigkeit die Silvesterböller überstanden, der Lärm war ihr komplett egal, nur als sie bei unserer Abendrunde einen großen leuchtenden Feuerwerksball hinter einem Baum bemerkte, war ihr das ganze nicht mehr ganz geheuer. Aber zu Mitternacht lag sie dann längst wieder tiefentspannt daheim auf dem Teppich.
Nun zu den beiden verbliebenen „Baustellen“: Das alleine Bleiben läuft inzwischen recht gut, wenn sie dabei in meinem Zimmer ist. Natürlich liebt sie es nicht, aber inzwischen weiß sie, dass ich jedes Mal wieder zurück komme und dass es auch nie allzu lange dauert. Gelegentlich finde ich beim Zurückkommen dann meine Bettdecke etwas mehr zerknittert vor, als ich sie zurückgelassen habe (Aisha darf ja eigentlich nicht in mein Bett …), wenn sie für ihren Geschmack etwas zu lange zurückgelassen und von der Sehnsucht übermannt wurde, aber wenn niemand da ist, kann sie ja auch niemand vom Bett scheuchen. Wenn Aisha frei in der Wohnung „zurückgelassen“ wird (z.B. ich hinunter zum Postkasten gehe), macht sie sich ab und zu die gemeinerweise geschlossenen Türen selber auf und läuft mir hinterdrein, schwanzwedelnd und hoch motiviert für das nächste spannende Abenteuer, und schnell verwundert, dass sie nicht für ihre selbst erlernten Fähigkeiten gelobt wird. 🤔 Aber meistens lässt sie mir schon einige Minuten Zeit, bevor sie ihre Fertigkeiten mit den Türschnallen einsetzt. Wobei ich auch noch erwähnen muss, ich bin sehr dankbar für den Tipp mit den senkrechten Türschnallen, der hat bisher wunderbar funktioniert. Nur einmal hat es Aisha auch schon geschafft eine Türklinke auf die Seite zu drücken und dann die Tür nach innen aufzuziehen. Nämlich als wir von der Christmette heim kamen, erwartete uns Aisha schon aufgeregt hinter der zugesperrten Zwischentür im Stiegenhaus. Seitdem hat meine Panzerknackerin nicht mehr zugeschlagen, aber ich weiß jetzt, dass ich mich auch nicht allein auf eine senkrecht montierte Türschnalle verlassen darf.
Der zweite Punkt sind nach wie vor andere Hunde. Die will sie weiterhin lieber aus größerer Entfernung betrachten und auf keinen Fall ans eigene Herrli heran lassen. Ich bemerke doch eine langsame und kleine Verbesserung, vor allem bei den Hunden aus der Nachbarschaft, die wir öfter treffen, von entspanntem Begegnen sind wir jedoch schon noch ein gutes Stück entfernt. Immer wenn sie den Kopf senkt und sich anschleichen möchte, weiche ich mit ihr zum Straßenrand hin aus und lasse sie Sitz machen. Wenn sie dann nicht knurrt (oder bellend losstarten will), bis der andere Hund vorbei ist, wird sie enthusiastisch gelobt und belohnt. Aber wir bleiben natürlich dran.
Meistens bekomme ich jedoch zu hören, was für ein schöner, gepflegter, lieber und wohlerzogener Hund Aisha doch ist (solange man halt nicht andere Hund über Aisha befragt), oft sogar von Leuten, deren Hund sich gerade von Aisha was anhören durfte. Den letzten Punkt (wohlerzogen) muss ich halt immer ein bisschen relativieren; nobody is perfect, aber an Verbesserungen arbeiten ist ja okay 😊

2.7.2017: Aisha beim Wandern https://youtu.be/xX9Emg5L9DU

30.4.2017: Aisha geniesst im Garten https://youtu.be/MVV9qf6R4ig

30.4.2017: 3. Quartalsbericht des Hundes Aisha („Aishi“, „süße Maus“, „Hund“, „heast“):
Seit unserem letzten Bericht Ende Jänner bis zur OP diese Woche hat Aisha wieder einiges erleben dürfen. Zum Beispiel einige kürzere Ausflüge durch die mal mehr, mal weniger verschneite Hügellandschaft rund um Leoben. Bei einem ausgiebigen Spaziergang mit noch ordentlich viel Schnee (mehr als erwartet) sind wir am Rückweg zum Auto noch bei einer Futterkrippe vorbei gekommen. Bis dahin ist Aisha über eine Stunde lang frei gelaufen und hat sich nie außer Sichtweite entfernt. Aber als sie dann 1/2 Augenblick vor mir die beiden Rehe bei der Futterkrippe bemerkt hat, war ich ihr kurz mal komplett egal. Gerade als ich ihr Brustgeschirr schnappen wollte ist sie losgesaust wie selten zuvor und ich hab rufen, pfeifen und locken können wie ich wollte, hat sie wahrscheinlich kaum registriert. Fünf Minuten lang hab ich sie weder gesehen noch gehört und ich hab mir schon ordentlich Sorgen gemacht, bin aber doch dort geblieben, wo sie mich zuletzt gesehen hat. Dann ist die nicht mehr ganz so stolze Großwildjägerin (sonst: Hummeln, Eichkätzchen, hin und wieder Vögel, am liebsten auch Katzen, …) zum Glück erfolglos (wie auch sonst) wieder aus dem tief verschneiten Graben aufgetaucht, ganz langsam dahin trottend, und hat die Zunge beim Keuchen fast am Boden mitgeschleift. So fertig hab ich sie sonst noch nicht erlebt.
Nach dem Workout sind wir wieder nach Leoben zurück gefahren, wo Aisha später zum ersten Mal Bonzo treffen durfte, den p4p-Hund, der praktisch der Grund ist, dass sie jetzt bei mir ist. Nachdem sie Bonzo ein paarmal angebellt hatte und der sich eh anständig beeindruckt gezeigt hat, war es für Aisha ok, dass er mit um ihren Häuselberg kommt. Und außer 2-3 kurzen Auffrischungen/Erinnerungen sind die beiden bald einträchtig nebeneinander dahin gelaufen, als ob sie nie was anderes getan hätten.
Auch bei der Abschiedsfeier eines meiner Mitbewohner war Aisha dabei und wusste manchmal gar nicht, wen sie zuerst begrüßen und anbetteln soll. Und einmal hat mich mein Mitbewohner zum Klettern am Häuselberg mitgenommen. Auch da hat uns Aisha vom Wandfuß aus zugeschaut. Andi meinte noch, dass manche Hunde unruhig werden, wenn sie meinen, dass ihr Herrchen in Gefahr sein könnte, aber Aisha war die Ruhe selbst. Sicher weil sie uneingeschränktes Vertrauen in meine „überragenden“ Fähigkeiten hat ;-) (ich bin da das erste Mal geklettert…).
Bei einer Morgenrunde sind wir bei der Mur unten auf eine ältere Dame mit einer Malinoishündin getroffen, die grad ohne Leine unterwegs war (Aisha an der Leine) und sofort Aisha angegangen ist. Ich hab versucht die beiden irgendwie zu trennen und Aisha hat versucht sich zu verteidigen und hinter meine Beine zu flüchten. Nach ein paar wilden Runden um mich herum hat dann die ältere Dame ihren Hund wieder einigermaßen unter Kontrolle gebracht. Zum Glück haben beide Hunde keine Verletzungen gehabt und ich glaube das ganze hat wilder und ernster gewirkt, als es eigentlich war. Trotzdem hatte Aisha kurz einen kleinen Schock und wollte dort nur weg. Ich hab mich bemüht, möglichst normal weiter unsere Morgenrunde zu gehen, damit sie merkt, dass eh alles passt. Moralischer Sieg: ein paar Tage später haben wir die ältere Dame beim Spazieren wieder getroffen, sie hat sich dafür entschuldigt und sogar Aisha gestreichelt und gemeint, wie lieb sie ist :-)
Das hat Aisha auch bei einem Freund meiner Mitbewohner bewiesen, der Angst vor Hunden hat. Wenn der bisher zu Besuch vorbei kam, musste Aisha in mein Zimmer. Aber bei einer eher spontanen Party (die Nachbarn unter uns waren nicht so happy) hat er dann Aisha mal erst aus sicherer Enfernung gesehen, wie sie einen Besucher nach dem anderen freudig begrüßt hat, und kaum eine Stunde später war die Angst auch schon weg. Auch er hat sie gestreichelt und gekrault und hat gesagt, wegen ihm muss sie nie wieder in mein Zimmer. :-D
Und einmal sind uns auch zwei Volksschulkinder hinterdrein gelaufen und haben gefragt, ob sie Aisha streicheln dürfen. Weil ich ja inzwischen weiß, wie entspannt sie auf Fremde reagiert, hab ich sie Sitz machen lassen, damit sie in ihrer Freude nicht zu stürmisch ist, und schon konnten die beiden eine äußerst positive Erfahrung mit einem großen Hund machen (und ich musste viele Fragen beantworten :-) ).
Ansonsten hat Aisha am Tag vor ihrer OP noch einen alten Schlapfen von meinem Bruder im Garten zerlegt und eine Welle vom Stauwasser ablassen den Bach hinunter gejagt. Von der OP hab ich ja schon ausführlich berichtet, Aisha gehts inzwischen wieder ziemlich gut, hat ordentlich Energie und einen guten Appetit. Nur aus Wunde am Hals kommen heute ein paar Tropfen Blut, ist aber nicht schlimm. Die Nähte sollen in gut einer Woche entfernt werden, mindestens so lange muss sie nachts und wenn ich sie nicht beaufsichtigen kann die Halskrause (er)tragen, aber der ist ja auch nix neues mehr für sie.
So versüßt mir mein Hundi halt Tag um Tag mein Leben und ist schon längst nicht mehr daraus weg zu denken, auch wenns nicht immer nur schön und einfach ist (obwohl sie sicher ein ziemlich „einfacher Hund“ ist). Liebe Grüße, viel Freude und wenn nötig viel Kraft und Geduld mit euren Viecherln :-)

1.4.2017: Aisha kann Türen öffnen https://youtu.be/fnYw4sVOKAU

31.1.2017: 6. Monat mit Aisha
Hallo liebe Fangemeinde von Aisha ;-)
Im Jänner haben wir trotz nicht gerade sommerlicher Temperaturen schon wieder ordentlich Meter gemacht. Auch recht frische -15°C haben Aisha bisher nichts ausgemacht, ebenso wenig wie Herumwälzen im knöcheltiefen Pulverschnee oder Dreck wegreiben mit Schnee, kältefest dürfte sie also sein :-) Nur aufs viele Streusalz auf den Leobner Gehsteigen könnte sie gerne verzichten. Ich hab zwar schon theoretisch praktische Hundeschuhe gekauft (Pawz), nur das Anziehen ist nicht ganz so einfach, wie auf der Anleitung dargestellt, hauptsächlich weil das liebe Hunderl nicht wie abgebildet freiwillig die Pfote hinhält, um sie in den „Ballon“ reinstecken zu lassen. Hat da jemand Tipps (außer öfter üben ;-))?
Daheim haben wir vorm ersten Schneefall noch eine längere Wanderung gemacht, meine Idee war einfach mal direkt von der Haustür weg zu starten (da hilft es natürlich, dass gleich über der Straße der Wald anfängt) und solang es Spaß macht und Aisha keine Anstalten macht, dass sie nicht mehr weiter mag, drauf los zu marschieren und zu schauen, wie weit und wohin wir kommen. Nach 6 1/2 Stunden, fast 24km und am Ende des Tageslichts haben wir uns fast in Perchtoldsdorf von meinem Bruder mit dem Auto abholen lassen. Aisha ist also mittlerweile auch eine ausdauernde Marschiererin.
In Leoben hat sich Aisha auch schon einmal sehr brav von einem meiner Mitbewohner auf eine Gassirunde mitnehmen lassen, weil das an diesem Tag schrecklich egoistische Herrli lieber mit dem anderen Mitbewohner fast 6 Stunden lang weg war und eine schnelle Skitour gegangen ist. Sonst hat sie auch schon ein paarmal mit einer Nachbarhündin drüben bei der Mur herumtoben dürfen, die sich zum Glück durch Anbellen nicht einschüchtern lässt (also die Hündin, nicht die Mur :-P ) und immer spielen will. Apropos Spielen, Ankuscheln (im Gegensatz zum Streicheln und Kraulen) oder Stöckchen holen mag Aisha nach wie vor nicht wirklich, aber ihren Ball liebt sie über alles. Zumindest fast, für ein Leckerli gibt sie ihn dann doch nach ein paarmal draufbeißen her, damit ich ihn wieder werfen kann.
Auch das alleine Bleiben läuft sehr gut, wenn mans richtig macht, also wenn sie in mein (zum Glück großes) Zimmer gesperrt ist. Da wartet sie einige Stunden total ruhig und entspannt bis sie mich stürmisch begrüßen kann. Frei in der Wohnung warten ist eine andere Sache. Letztens war ich knapp 30min lang fort zum Einkaufen, beim Heimkommen hab ich dann den halben Inhalt vom Futterbehälter am Boden verstreut gesehen, von den für die Abendfütterung vorgesehenen Speckresterln hat jede Spur gefehlt, ebenso von ca. 2/3 ihrer Tagesration Futter.
Von Aishas OP-Narbe ist inzwischen unter dem gut nachwachsendem Fell nimmer viel zu sehen, es ist schon längst nichts mehr entzündet und alles wieder gut verheilt. Bisher hab ich auch keine weiteren Beulen gefunden. Und für Aisha das Wichtigste: keine Halskrause mehr!!! :-D
Dann wünsch ich euch noch viel Spaß beim Herumtoben im Schnee oder sonstigen Winteraktivitäten mit euren Schnuppernasen und beim Aufwärmen und Trocknen danach, liebe Grüße!

31.12.2016: 5. Monat mit Aisha
Den Dezember haben wir gemütlich begonnen, schließlich musste sich Aisha ja noch von der OP erholen, also erst mal keine Ausflüge oder längeren Spaziergänge, gerade so viel wie fürs Gassigehen nötig. Mitte Dezember wurde dann die OP-Naht entfernt und schon davor war zu merken, dass Aisha eh schon wieder mehr Bewegung machen wollte, ich hab eher geschaut, dass sie es nicht übertreibt und etwas aufreißt. Der Tierarzt hat dann ja wegen ein paar entzündeter Stellen nochmal Antibiotika verordnet und auch das Schleckverbot war und ist weiterhin zu forcieren – was wiederum heißt, dass Aisha nach wie vor die Halskrause tragen muss, wenn sie unbeaufsichtigt ist (also nachts und wenn ich mal ohne sie weg muss). Ich hab aber entschieden, dass ich ihr das Manterl nicht mehr anziehe, weil das rutscht trotz aller Bemühungen ständig nach hinten. Ein paarmal hat sie sich damit selber gefesselt und konnte fast nur mehr dahinrobben. Noch dazu schafft es Aisha immer wieder den Hinterbeinausschnitt mit der Schnauze zur Seite zu schieben und an der Narbe zu schlecken, somit erfüllt das Manterl seinen Zweck nicht und ist überflüssig. Sie folgt auch ziemlich brav (aber oft mit einem schweren Seufzer), wenn ich ihr wieder das Schlecken verbieten muss, also kann ich sie tagsüber ohne Folterutensilien herumlaufen und -liegen lassen.
Vorm Heimfahren in die Weihnachtsferien konnten (und mussten ;-) ) wir noch in Leoben die tägliche Kilometerleistung wieder steigern und sind inzwischen schon wieder auf Vor-OP-Niveau.
In Leoben durfte Aisha ein paarmal mit einer anderen Hündin herumtoben, die wir bei unseren Spazierrunden zufällig getroffen haben. Die ist noch ein bisserl verspielt und lässt sich überhaupt nicht von Aishas Bellen beeindrucken. Dann jagen sich beide immer wieder ein paar Meter dahin, dass es eine Freude ist :-)
Derzeit durchstreifen wir den Wienerwald und haben beim gestrigen Traumwetter sogar einen längeren Ausflug auf den Peilstein gemacht. Trotz dreieinhalb Stunden Gehzeit auf verschneiten Wegen hat sich Aisha unterwegs keinerlei Müdigkeit anmerken lassen, erst nach der Abendfütterung daheim ;-)
Als Nächstes steht uns noch das erste gemeinsam erlebte Silvesterfeuerwerk bevor, mal schaun wie Aisha darauf reagiert. Ich werd mich jedenfalls bemühen, dass ich ihr so gut ich kann zeige, dass ihr dabei nichts passiert und sie auch wenns knallt davor eigentlich keine Angst haben muss. Bin gespannt, wie erfolgreich das gelingt.
Dann wünsche ich auch euch und allen Fellnasen einen guten und möglichst unängstlichen Rutsch :-) Liebe Grüße und alles Gute im neuen Jahr!

14.12.2016: Nachrichten von Aisha
Es geht wieder aufwärts. Heute wurden die Fäden entfernt, was Aisha zwar ohne ärgere Gegenwehr geschehen ließ, aber nicht ohne kritischen Kommentar (Jammern, Winseln). Mit Schuld ist eine leichte Entzündung an einer Stelle, wo sie es wahrscheinlich in den paar unbeobachteten Momenten in den vergangenen beiden Wochen trotz ihrem ungeliebten dunkelblauen Einteiler geschafft hat zu schlecken. Drum gibts die nächsten paar Tage wieder zusätzliche „Leckerlis“ (entzündungshemmende Tabletten) und Halskrause und Manterl müssen weiter ge-/ertragen werden. Auch der Befund des eingeschickten Tumors ist da, das war ein nicht allzu gutmütiges Karzinom, wenn ich das richtig verstanden hab gibts aber keine Hinweise auf Metastasen. Natürlich soll trotzdem regelmäßig untersucht werden.
Ansonsten gehts Aisha recht gut, hat einen ausgezeichneten Appetit, lässt sich bei unseren jetzt doch kürzeren Spaziergängen keine Gelegenheit zum Herumschnuppern entgehen und hat dank entsprechendem Anreiz (Stückchen Frankfurter) endlich Pfote geben gelernt :-)
Lg

30.11.2016: 4. Monat mit Aisha
Weil meine tapfere Aisha und ich uns auch von so was Lästigem wie einer Tumorentfernung nicht aufhalten lassen wollen, werd ich euch natürlich nicht vorenthalten, was bisher Schönes und Lustiges passiert ist. Im November waren wir wieder fleißig unterwegs und haben uns sogar auf eine Aussichtswarte hinauf gewagt. Holzstufen kennt Aisha ja schon, nur diesmal konnte sie beim hinauf Steigen dazwischen hinunter schauen. Trotzdem haben wir es ziemlich weit geschafft. Natürlich ohne Zwang, nur mit Motivation (nicht nur mit Leckerlis ;-) ), doch zwei Treppen vor der Aussichtsplattform auf Baumwipfelhöhe war dann endgültig Schluss. Aisha hat keine Pfote mehr gerührt, außer um wieder runter zu kommen. Nach einer kurzen Schnüffelpause am sicheren Boden bin ich aber nochmal zwei Treppen mit ihr raufgelaufen, damit sie merkt, dass ja nichts dabei ist. Vielleicht schaffen wirs ja beim nächsten Anlauf :-)
Zwei, drei Mal hab ich auch schon ausprobiert, was Aisha vom Joggen hält. „Leider“ scheint es ihr gscheit Spaß zu machen (hat beim ersten Versuch perfekt geklappt) – ich bin nämlich gar kein begeisterter Läufer. Aber jetzt überlege ich schon, ob ich um Aisha hin und wieder ein bisschen auszupowern nicht doch ein bisschen mit ihr joggen gehe, wenn sie sich wieder gut erholt hat. Schau ma mal :-)
Die (für mich) entspanntere Möglichkeit, dass das Hunderl fleißig herumfetzt, ist das Ballspielen. Inzwischen jagt Aisha voll gern Bällen hinterdrein. Daheim natürlich im Garten, nur hab ich den einen Ball auf die Thuje geschossen hab, wo er vermutlich immer noch hängt, obwohl ich ihn schon mit der Leiter gesucht hab. :'( aber zumindest taugt Aisha der neue Ball eh besser (danke Tinka für den Tip). Und auch in Leoben hab ich eine Wiese gefunden, die wir in 15-20min zu Fuß erreichen und zum Ballspielen gut geeignet ist.
Nach wie vor bekommt Aisha laufend Komplimente, letztens haben wir gleich zweimal mit Leuten plaudern müssen ;-) Nachdem der Erste erfahren hatte, dass Aisha angeblich ein Polizeihund war, hat er gemeint, ich soll ihr mal ein Packerl Canabis hinhalten und schauen, wie sie reagiert … von meinem Einwand, dass ich sowas natürlich nicht hab, hat er sich nicht beirren lassen und gesagt, dass irgendwer von meinen Freunden sicher sowas hat :O
Und im Vergangenen Monat ist mir mal eine Frau zu Füßen gelegen. Sie ist mit ihrem Hund (ca. Dackelgröße) uns auf der anderen Straßenseite entgegen gekommen, noch weit weg ganz auf die Seite zur Leitschiene ausgewichen und sogar noch auf die Leine gestiegen. Das war ein Fehler, ihr Hund wollte sein Frauchen nämlich ganz energisch verteidigen als wir noch mindestens 20m entfernt waren und hat dabei mit der Leine so ihren Fuß weg- und hochgezerrt, dass sie vornüber mit dem Gesicht aufs Grünzeug bei der Leitschiene geknallt ist. Ich hab natürlich gefragt ob alles ok ist, sie hat gefragt ob ihre Nase blutet. Nachdem ich das verneinen konnte, bin ich mit Aisha dann weiter marschiert, weil ihr Hunderl noch immer der Meinung war, seine Aufgabe nicht ausreichend erfüllt zu haben ;-)
Dann haben wir noch Sylvia und ihre Familie in Knittelfeld bei einer Vorkontrolle besucht. Ihr Hund durfte sich anfangs gleich einmal zur Begrüßung von Aisha direkt von oben aus dem Kofferraum heraus anbellen lassen, beim kurzen Ausflug auf die Hundewiese war Aisha dann nimmer so frech. In der Wohnung konnte sich Aisha kaum an den beiden Katzen satt sehen. Ich freu mich, dass Sylvia schon bald ihre Girlie kriegen soll und ich wünsche euch ganz viel Spaß miteinander und alles Gute :-)
Schließlich hab ich noch herausgefunden, dass Aisha eine Diebstahlsicherung hat: An einem Wochenende wollte meine Mitbewohnerin Aisha beim Spazieren mitnehmen. Nachdem auch schon mein Bruder ein paarmal mit Aisha draußen war, hab ich gemeint, das ist sicher kein Problem, muss halt nur bei anderen Hunden bisschen aufpassen. Aber keine 5 Minuten später waren beide wieder in der Wohnung heroben. Aisha hat anscheinend vor der Haustür gemerkt, dass ich nicht dabei bin und weil sie gewusst hat, dass ich oben bin, wollte sie keinen Meter weiter weg. Aber bisschen alleine bleiben läuft trotzdem immer besser und ich darf schon aus dem Zimmer gehen, ohne dass Aisha sofort mitrennt.
Und auch wenns nach wie vor ein paar kleine Baustellen gibt, an denen man arbeiten sollte, jetzt steht natürlich einmal Erholung von der OP im Mittelpunkt. Heute war Aisha verständlicherweise recht müde, aber immerhin hat sie einen halbwegs guten Appetit und läuft auch flott und problemlos die 2 Stockwerke rauf und runter, wenn wir Gassi gehen. Auf jeden Fall werd ich Aishas Bauch regelmäßig abtasten, dass mir da ja nichts entgeht. In 2 Wochen sollen wir nochmal zur Untersuchung kommen und dann werden auch die Fäden gezogen, bis dahin sollten auch die Untersuchungsergebnisse des eingeschickten Tumors da sein. Vielen Dank für alle Erfolgsgeschichten bei ähnlichen Tumorfällen, hoffentlich gibts bei uns eine weitere :-) Liebe Grüße!

6.11.2016: Aisha wälzt sich im Laub https://youtu.be/tm7mQfGxmwk

31.10.2016: Aisha unterwegs in den Bergen https://youtu.be/YlzafoLUFls

31.10.2016: Aisha müde und zufrieden vom wandern https://youtu.be/-mrK64-sPEA

31.10.2016: 3. Monat mit Aisha
Hallo, hier wieder unser (bisserl lang gewordener) monatlicher Bericht :-). Im Oktober hat wieder die Uni begonnen, daher haben wir die meiste Zeit in Leoben verbracht. Aisha fühlt sich auch in unserer Studenten-WG schon richtig zu Hause. Ich hab ihr zwar im Sommer schon beigebracht gehabt, dass sie nicht in die Zimmer der anderen Bewohner hinein darf, aber ähnlich schnell hat sie das wieder verdrängt, wenn sie denen hinterdrein läuft und sie begrüßen will (macht aber auch da schon gute Fortschritte). Allerdings haben sich auch Aishas Fähigkeiten im Türöffnen verbessert, während ich letztens einkaufen war (bei versperrter Wohnungstür!!), hat sie halt einfach die Tür ins Zimmer eines Mitbewohners aufgemacht und den besucht.
Bisher haben sich alle Mitbewohner und Besucher (sogar die Vermieter) nicht von Aishas stürmisch-freundlicher Begrüßungsart einschüchtern lassen und sind bestens mit ihr ausgekommen. Keinen einzigen hat sie bisher angebellt (nur letztens einmal um 6h Früh die Kehrmaschine auf der Straße unten ;-)) oder schief angeschaut, jeden gleich mit ihrem singenden Winseln um Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit angebettelt. Unsere Mitbewohner sieht Aisha schon als ihre zweite Familie an und winselt ihnen auch hinterdrein, wenn sie fort gehen. Die beiden Neuen haben auch in ihrer Tutoriumsgruppe erzählt, dass es bei uns einen Hund gibt, und werden von vielen darum beneidet ;-), eine Besucherin hat sogar sofort angeboten, dass sie sehr gerne auf Aisha aufpassen würde, wenn ich mal länger auf der Uni sein muss. Womit ich gleich beim Thema alleine bleiben bin, das ist immer noch nicht Aishas Lieblingsbeschäftigung (welcher Hund ist schon gern allein?), aber es gibt merkliche Fortschritte. Inzwischen bleibt sie schon ohne Schwierigkeiten einen Vormittag oder Abend lang allein und auch die Begrüßung beim Heimkommen ist nicht mehr ganz so fanatisch ;-)
Bei unseren täglichen Runden treffen wir nach wie vor immer wieder Leute, die Aisha einfach sagen müssen, wie schön sie ist. Bei einigen Schrebergartenbesitzern ist sie auch sehr gern gesehen, ein Mann wollte ihr letztens unbedingt einige Leckerlis füttern und eine Frau hat mir sogar angeboten, Aishas frisch gefülltes Hundesackerl in ihrem Mistkübel zu entsorgen :-O. Aber auch richtig bizarre Begegnungen gibt es: Bei unserer Abendrunde sind uns einmal zwei Leute derart entgegen gekurvt, dass man schon aus über 200m Enfernung den Promillespiegel des einen abschätzen konnte. Weil wir sowieso auf die andere Straßenseite hinüber wollten, hab ich Aisha zur Sicherheit schon einen Häuserblock früher über die Straße geführt. Dann auf etwa gleicher Höhe ruft mir die Frau, die ihren Liebsten nach Hause zu bringen versucht hat, zu: „Kannst dem Hund ned sagen, dass er den Günther heimbringt?“ Ich: „Na i fürcht des wird schwierig.“ Frau: „Schau wie bsoffen der is!“ X-D
Ein anderes Mal haben wir auf dem Weg nach Leoben einen kleinen Umweg nach Eisenstadt gemacht und ein paar Freunde besucht (auch von Aisha begeistert ;-)). Als wir kurz in das Gärtchen hinaus gegangen sind, hat Aisha sofort die entzückende schwarze Nachbarkatze hinterm Maschendrahtzaun entdeckt und gemeint, die kann sie jetzt ganz wunderbar verjagen und zeigen, was für ein großer, mutiger Wachhund sie inzwischen geworden ist. Also fetzt sie Richtung Zaun los (2-3 Hundelängen), da zeigt sich, die Katze hat andere Pläne. Die macht nämlich einen Buckel wie aus dem Lehrbuch und hüpft fauchend seitlich ein paar Sätze bis dicht an den Zaun heran – dem Hund entgegen. Diese undenkbar mutige Reaktion hat Aisha so aus jedem Konzept gebracht, dass sie sich augenblicklich bis hinter meine Schutz spendenden Beine verzogen hat und die nächste halbe Stunde noch, sogar als wir wieder in der Wohnung drinnen waren, durch die Glastür zu dem Fleck hinüber gestarrt hat, wo diese aggressive Bestie zuletzt gesichtet wurde…
Ansonsten jagt Aisha neuestens mit Begeisterung dem Tennisball hinterdrein und bringt ihn oft sogar zurück, um sich dafür ein Leckerli abzuholen, frisst abends mit Begeisterung ihre volle Tagesration Futter auf und schleckt dann noch den Napf sauber. Frage an alle Experten, heißt das eh ‚dankeschön‘, wenn sie nach dem fressen angetappst kommt, sich vor einen hinsetzt, mit großen treuherzigen Augen anschaut und dann rülpst? X-D
Und jedes Mal, wenn wir bei meinem Auto vorbeikommen, will sie am liebsten gleich einsteigen und den nächsten Ausflug unternehmen :-).
An ein paar Kleinigkeiten müssen wir natürlich auch noch arbeiten, zum Beispiel hat sich Aisha schon mal etwas besser zurückrufen lassen, bei längeren Wanderungen oder wenn wir irgendwo zum ersten Mal sind zieht sie (besonders bergab) noch ein bisschen zu viel an der Leine und folgt mir noch nicht ganz zuverlässig, wenn sie von anderen Hunden oder sonstigen interessanten Umweltreizen abgelenkt wird. Vor allem aber muss ich jetzt schauen, dass sie mehr entspannten Umgang mit anderen Hunden bekommt, weil sie etwas öfter andere Hunde anbellt und auf Distanz halten will.
Alles in allem aber läuft es mit Aisha nach wie vor besser als erhofft und sie ist aus meinem Alltag gar nicht mehr weg zu denken – danke p4p für meinen großartigen, lieben Hund :-D

1.10.2016: 2. Monat mit Aisha
Kurz gesagt: im wesentlichen alles gut oder sogar besser :-) Nach wie vor helfen mir jeden Morgen ein treu-bettelnder Hundeblick und eine feuchte Hundenase beim Aufstehen.
Das fleißige Füttern zeigt Wirkung, Aisha nähert sich langsam aber sicher ihrem von der Tierärztin empfohlenen Idealgewicht (obwohl gerade der Fellwechsel in vollem Gang ist ;-) ) und hat schon ca. 1,5kg zugelegt. Außer dem Futter dürfte auch das fleißige Herumlaufen geholfen haben, sie hat schon deutlich mehr Kraft und Ausdauer und die Zeit ist schon längst vorbei, wo ich bergauf vorne weg marschiert bin. Autofahren klappt bestens und im vergangenen Monat hat sie gelernt in den Kofferraum zu springen. Bei Spaziergängen steckt sie nach wie vor die Nase in jedes noch so unscheinbare Grasbüschel, lässt sich aber meistens gut zum Weitergehen bewegen. Ihre Neugier gilt auch allen möglichen Leuten, die wir draußen so treffen. Von vielen lässt sie sich dann bereitwillig sagen, was für ein schöner Hund sie ist, und wenn sie jemand sogar streichelt, kann sie gar nicht genug davon kriegen. Auch wenn sie sich nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen kann, darfs jederzeit gerne noch ein bisschen mehr sein :-)
Im September waren wir schon zwei Wochen in der Steiermark und haben fleißig die nähere Umgebung kennen gelernt, auch den hundemäßig vorbelasteten Mitbewohner durfte Aisha schon begrüßen – auch hier zeichnen sich keine Probleme ab. Nur eins hat sich gezeigt, Aisha hängt schon sehr an mir und ist schlau und geschickt, sie hat es nämlich einmal geschafft die Wohnungstür zu öffnen und ist mir hinterdrein ins Stiegenhaus entkommen.
Bei Begegnungen mit anderen (fremden) Hunden zeigt sich Aisha interessiert, sobald sie angebellt wird, geht sie am liebsten auf Distanz. Wenn der andere Hund jedoch ruhig bleibt und sie anschnuppert, will sie manchmal anscheinend gleich die Chance nutzen und die Rangordnung festlegen. Dann bellt sie den anderen nach einem Moment mal an und fährt auch mal mit offenem Maul hin. Ich hab dabei aber nicht den Eindruck, dass sie den anderen angreifen oder wirklich beißen will, eher testen, wie der andere Hund reagiert.
In der Steiermark haben wir schon den Leopoldsteinersee besucht und umrundet, Aisha hat natürlich gleich die Gelegenheit genutzt und gebadet. Und vergangenen Sonntag sind wir am Weg nach Leoben sogar auf den Ötscher gewandert. Mit ausreichend Verschnauf- und Trinkpausen und dank anfangs angenehm kühler Temperatur hat Aisha fast spielerisch alle steilen Wege und Felsstufen gemeistert. Ich hab ein bisschen Sorgen gehabt, ob ich sie damit nicht überfordere, und hätte auch gleich umgedreht, wenn sie recht erschöpft gewirkt hätte, aber die längere Wanderung dürfte ihr doch ziemlich getaugt haben.
In der kommenden Zeit müssen wir noch ein bisschen am alleine bleiben arbeiten und weiterhin alles sonst schon Gelernte üben, dann sollte eigentlich alles wunderbar laufen. LG

28.8.2016: 4. Woche mit Aisha
Inzwischen hat sich schon eine gewisse Routine eingestellt. Aisha gewöhnt sich immer mehr an meinen Tagesrhythmus und lässt mich am Wochenende sogar ein bisschen länger schlafen, bevor wir unsere Morgenrunde drehen. Im Wald kann ich sie ohne Bedenken immer wieder ohne Leine laufen lassen. Nachdem sie ausreichend herum geschnuppert hat, stapft sie oft sogar von selbst neben mir her. Bei Begegnungen mit fremden Hunden nehme ich sie zur Sicherheit trotzdem wieder an die Leine, aber auch da ist sie sehr brav.
In der vergangenen Woche haben wir auch schon den Hund meines Cousins in seinem Garten besucht. Das heißt eigentlich ist es jetzt Aishas Garten, denn anscheinend war ihr Joey anfangs zu aufgedreht, worauf sie ihn gleich zwei-, dreimal zurechtgewiesen hat, danach waren mein Cousin und seine Frau ganz erstaunt, dass Joey im Vergleich zu sonst viel ruhiger war. Dann haben wir für Joey (ein verspielter Labrador) ein Stöckchen geworfen, dem er begeistert hinterdrein gesaust ist um es zurück zu bringen. Aisha hat zuerst interessiert zugeschaut, nachmachen wollte sie es aber nicht. Stattdessen hat sie Joey angebellt, als der mit dem Hölzchen zurückgelaufen kam, sodass dann auch das Apportieren vorbei war. Ich hab versucht, Aisha für ihren Futterbeutel mit Leckerlis zu interessieren, das hat auch insoweit funktioniert, dass sie nicht wollte, dass ihn Joey kriegt, sie hat ihn mir sogar einmal zurück gebracht, aber allein (ohne Konzurrenz) läuft das noch nicht. Sie vertraut eher drauf, dass ich sie eh nicht zu kurz kommen lasse ;-). Wirklich gespielt haben die beiden nicht miteinander, aber das war nach dem Kennenlernen auch der erste Besuch, vielleicht müssen sich die beiden erst besser aneinander gewöhnen. An Joey wird es wohl nicht scheitern, schon als Aisha zur Haustür herein kam, hat sie Joey gleich direkt in sein Bett eingeladen, indem er ihr mir seiner Lieblingsdecke im Maul entgegen lief. Vielleicht war Aisha das etwas zu direkt :-P
Außerdem haben wir meine Tante und ihr neues Kätzchen besucht. Sonst wollte Aisha schon ein paarmal einer Katze hinterdrein, deswegen haben wir sie nicht ins Haus gelassen. Und das Kätzchen hat schon genug Angst gekriegt, als es den großen Hund durch die Glastür gesehen hat. Daher gibt es leider kein gemeinsames Foto mit den beiden, obwohl sie farblich ganz gut zusammenpassen würden. Aisha hat sich jedenfalls wieder bestens benommen und wollte weder das Kätzchen, das sie durch die Tür sehr wohl entdeckt hatte, noch die Kois im Teich jagen.
Der Höhepunkt dieser Woche war aber eindeutig das Schwimmen. Gestern sind wir zu einem Altarm der Donau gefahren und haben probiert, ob Aisha schwimmen möchte (das Resultat sieht man auf den Fotos). Als das Herrchen im Wasser drin war, musste Aisha natürlich hinterdrein. Ohne Zögern ist sie losgeschwommen. Zwar nicht weit, auch wird es wohl nicht ihre Lieblingsbeschäftigung, aber jetzt weiß ich, wie ich sie an heißen Tagen abkühlen kann. Nebeneffekt: ihr Fell ist wieder sauber :-

21.8.2016: 3. Woche mit Aisha
Diese Woche waren wir viel mit dem Auto unterwegs. Gleich vorweg, Aisha ist eine beispielhaft brave Mitfahrerin :-) . Am Montag sind wir zum ersten Mal die künftige Standardstrecke nach Leoben gefahren, haben ein Stückerl vor der Autobahn noch einen kleinen Spaziergang gemacht und sind ein bisschen durchs Helenental vor Baden geschlendert. Die restlichen 1,5h auf der Autobahn hat sie es sich im Kofferraum gemütlich gemacht und nur einmal zum Sonnenuntergang beim Schneeberg hinübergeguckt. Nicht mal die vielen Tunnel haben sie beunruhigt. Angekommen in der Steiermark haben wir sofort begonnen, die unmittelbare Nachbarschaft kennenzulernen, besonders die Grünflächen ;-) . Dann hat Aisha die noch mitbewohnerfreie WG erkundet, auch hier hab ich ihr sofort „erklärt“, wo sie hin darf und wo nicht. Die mit einer Decke hundefest gemachte Couch in meinem Zimmer hat ihr so gut gefallen, dass sie fast die ganze Nacht darauf verbracht hat. Am nächsten Morgen hat mir Aisha nach einer kurzen Morgenrunde gleich bei einer Wohnungsbesichtigung geholfen und dabei einen so guten Eindruck gemacht, dass der Interessent gleich die Kontaktdaten der Vermieterin haben wollte und ab Herbst mein Mitbewohner ist ;-) . Am Nachmittag sind wir noch eine große und langsame Runde um den berühmten Häuselberg gegangen, danach war Aisha aber hundemüde. Deshalb hab ich die Heimfahrt dann auch spontan auf den nächsten Tag verschoben, weil auch wenn sie im Auto entspannt bleibt, kann sie sich sicher trotzdem in der Wohnung besser erholen als im bewegten Kofferraum. Und am Mittwoch haben wir dann die ganze Strecke (2h) problemlos ohne Zwischenstopp bewältigt.
Außerdem waren wir diese Woche wegen Gartenarbeiten wieder im Weinviertel und haben einen kurzen Abendausflug auf einen Hügel mit Aussichtswarte gemacht, auch da hat Aisha wieder ein paar km im Auto gesammelt. Nur das Einsteigen in den Kofferraum könnte einfacher (für mich) laufen, derzeit ist es noch ein Hineinheben :-P
Trotz des mal recht warmen, dann wieder verregneten Wetters haben wir auch mit unseren 6 Haxen so einige km gutgemacht. Grad bergauf wäre ich oft noch immer schneller als die werte Dame, aber erstens hab ich ja schon länger als 3 Wochen an meiner Form arbeiten können, zweitens bin ich nicht vom ständigen Herumschnuppern außer Atem und drittens muss ich nicht bei 25°C und mehr im Pelzmantel rumlaufen, also gönnen wir UNS;-) halt immer wieder mal ein paar Verschnaufpausen.
Aisha wird auch langsam immer selbstbewusster, besonders bei Begegnungen mit anderen Hunden. Nur mehr selten will sie sich hinter meinen Beinen verstecken und schaut meistens freudig schwanzwedelnd zu den anderen Vierbeinern hinüber, sogar wenn die sie anbellen. Aber auch bei Begegnungen mit fremden Menschen ist sie nur mehr einen Moment lang vorsichtig, bevor sie um Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit bettelt. Dabei hat sie schon jede Menge Komplimente gesammelt, was für ein wunderschöner und lieber Hund sie ist :-D
Dank sich langsam festigendem Selbstvertrauen hat Aisha in dieser Woche auch schon erfolgreich ihre Besitzansprüche auf den Garten gegenüber einer Katze durchgesetzt (so schnell sind beide davor wohl noch nicht durch unseren Garten gefetzt), weit weniger erfolgreich einen Jagdversuch auf einen Vogel in der dichten Thujenhecke unternommen (dabei ist der halbe Hund im Grünzeug verschwunden) und bei einem Abendspaziergang die Erkenntnis gewonnen, dass Igelstacheln – besonders wenn die Hundenase zu nahe kommt – ziemlich spitz sind.
Unterm Strich ist Aisha ein wirklich toller und braver Hund, der mir viel Freude bereitet, und nach inzwischen 3 Wochen läuft es miteinander viel reibungsloser, als ich als Hundeanfänger zu hoffen gewagt hatte – größtenteils dank ihr ;-)

14.8.2016: Aishas 2. Woche im Wienerwald – der brave Hund taut langsam auf :-)
Am Montag waren wir bei der Tierärztin um Aishas lange Krallen zu kürzen, außerdem hat sie eine kurze Untersuchung gemacht und sie gewogen (ich mit Hund minus ich auf der alten Badezimmerwaage ist zu ungenau). Bei der Untersuchung der Hüfte, beim weit nach hinten Strecken des Hinterlaufes, hat Aisha beim rechten Gelenk kurz einmal aufgejault, die Tierärztin meinte, sie kann sie sich beim Herumtoben leicht verrissen haben. Wenn es ihr in 2 Wochen immer noch weh tut, könnte man über eine Röntgenaufnahme nachdenken. Zum Schluss hat sie noch ein Spot on gekriegt, weil ihre Ohrspitzen ein bisschen kahl sind und das von Milben kommen soll. Mittwoch in der Früh bin ich dann wach geworden, weil Aisha sehr unruhig war, sich wie wild gekratzt hat, zwischendurch schon richtig außer Atem war, direkt verzweifelt gewirkt hat und wohl am liebsten aus der eigenen Haut gefahren wäre. Knapp drei Stunden später war es dann überstanden, seitdem geht es ihr wieder gut und sie kratzt sich sogar weniger als in der ersten Woche.
Den ersten Gasthausbesuch haben wir auch gemeistert. Obwohl mehrere andere Hunde an den Nachbartischen im Gastgarten waren und Aisha lautstark begrüßt haben, hat sie nicht ein einziges Mal zurückgebellt, sich von selbst brav hinter unseren Tisch gelegt, ein bisschen Wasser aus ihrem Napf geschleckt und überhaupt nicht um Futter gebettelt.
Aisha hat mir auch ihren Abenteuergeist und ihre Neugier bewiesen. Beim Freilauf im Garten hat sie einen mir unbekannten Weg über den Misthaufen durch eine sehr dichte Hecke aufs Nachbargrundstück entdeckt. Da ich sie zwar nicht allein in den Garten, dort aber doch frei laufen lasse, hab ich es eh sofort gesehen, wie mich mein Hund fröhlich, fast stolz und voll begeistert aus dem Nachbargarten angrinst, bin schnell über den Zaun gesprungen und hab sie am Halsband zurück in den richtigen Garten geführt (zum Glück waren die Nachbarn gerade auf Urlaub :-P ).
Das Füttern klappt nicht zuletzt dank dem Tipp mit dem Schmalz sehr gut, nur glaub ich langsam, dass Aisha aus Italien stammt, da sie beim Fressen am liebsten liegt und dabei genüsslich vor sich hin schleckt. Haltungsnote 10 :-)
Auch das Spazierengehen läuft ziemlich reibungslos, sie läuft sehr brav an der Leine, nur bergab zieht sie noch manchmal. Die 15m lange Schleppleine hab ich gestern bei unserem Waldspaziergang mal verwendet, um zu testen, ob sie sich eh brav zurückrufen lässt. Nur einmal hab ich ein bisserl anziehen müssen, um sie von einer verführerischen Fährte abzulenken. Langsam arbeiten wir sogar an so was ähnlichem wie Ausdauer, immerhin waren wir bei angenehm kühlem Wetter schon mal fast drei Stunden (mit einigen Verschnaufpausen) im Wald unterwegs. Größere Stufen machen ihr aber noch Probleme, in den Kofferraum von meinem Auto hat sie es selbst bisher nur mit den Vorderpfoten geschafft ;-)(sie springt nicht hinein, nimmt keinen Schwung mit und versucht einzusteigen), aber wir haben das Rauf- und Drüberspringen schon ein paar Mal bei dicken umgefallenen Baumstämmen und Betonfundamenten geübt.
Gegenüber anderen Hunden entwickelt Aisha langsam mehr Selbstvertrauen, inzwischen bellt sie auch schon mal zurück, wenn andere Hunde ungehalten auf eine Begegnung reagieren. Und die Rute wedelt oft freudig, wenn sie andere Hunde sieht. Heute sind wir mit der Familie meines Cousins samt deren Hund, einem gleichaltrigen Labrador, spazieren gegangen und beide Hunde konnten sich ohne Leine auf neutralem Gelände kennenlernen. Als der andere Hund gleich in vollem Galopp geradewegs auf Aisha zukam, hat sie sich erst kurz hinter meinen Beinen versteckt, dann kurz hinüber geknurrt um klar zu machen, dass die stürmische Art bei ihr nicht so gut ankommt, aber schon 5 Minuten später haben sich beide beschnuppert und sind vorbildlich und friedlich mit uns dahin spaziert, als ob sie nie was anderes getan hätten. Ab jetzt können sich die beiden immer wieder mal zum Spielen treffen :-)
Aisha bleibt schon problemlos eine gute Stunde alleine, folgt mir nicht mehr jedes Mal, wenn ich ins Nebenzimmer gehe um etwas zu holen, und wartet immer noch dort, wo das Herrchen zuletzt gesichtet wurde. Nur bei angelehnten, nicht zugezogenen Türen muss man aufpassen, die kriegt sie schon problemlos auf.
Spätestens in der vergangenen Woche hat sie endgültig die Herzen der restlichen Familienmitglieder erobert und alle freuen sich jedes Mal, wenn sie schwanzwedelnd angetapst kommt. Auch alle möglichen Verwandten und Bekannten, die Aisha schon kennenlernen durften, haben gemeint, dass sie ein ausgesprochen liebes Viecherl ist :-D

7.8.2016: Aishas sehr ausführlicher erster Statusbericht:
Die erste Woche haben wir gut überstanden :-) Obwohl müde vom aufregenden Einzugstag, haben wir trotzdem am ersten Abend das Küchenverbot etabliert (funktioniert ziemlich gut, wird nur selten ausgetestet) und das neue Revier erkundet. Dieselbe Runde durch die Nachbarschaft gehen wir seitdem immer morgens und abends, das zeigt auch Wirkung beim Leinentraining. Zuerst hat sie natürlich noch keinen Begriff von Gehsteig und Straße gehabt, auch ist sie um mich herum hin und her gekreuzt, doch inzwischen bleibt sie meist brav links von mir, macht kaum noch Anstalten einfach so auf die Straße abzubiegen und folgt – nach angemessener Schnüffelpause – schon oft aufs Kommando ‚Weiter‘. Mittags sind wir meistens irgendwo im Wald unterwegs und erkunden alle möglichen Forststraßen und Wegerl.
Anfangs hat sich Aisha immer neben jede für sie vorbereitete Decke gelegt, auch jetzt liegt ihr nicht viel an solch gepolstertem Komfort, außer bei ihrem Rückzugsplatz. Überall sonst legt sie sich immer dort hin, wo man am ehesten an ihr vorbeikommt oder irgendwie über sie drübersteigen muss, weshalb ich ihr schon den Spitznamen ’speedbump‘ verpasst hab :-DHauptsache, sie verliert mich dabei nicht aus dem Blickfeld.
Dass sie ab jetzt zu mir gehört hat sie praktisch sofort verstanden und folgt mir seitdem am liebsten auf Schritt und Tritt. Daher mussten wir auch gleich seit dem ersten Tag das allein sein üben, das gefällt ihr zwar gar nicht, aber nach kurzem Auf- und Abgehen mit ein wenig Gejammere kommt sie dann bald zur Ruhe und bleibt dort liegen, von wo ich wieder zurückkommen muss.
Was Aisha auch nicht so gefallen hat: das Baden. Schon am zweiten Tag wurde die noch junge Bindung auf eine schwere Probe gestellt, aber die gründliche Fellwäsche war einfach mal nötig. In der engen Dusche wollte die Arme auf gar keinen Fall bleiben, also haben wir die Prozedur an einem warmen Tag draußen im Garten mit lauwarmem Wasser durchgeführt. Nachdem Aishas Fell einmal ordentlich durchnässt war, war auch schon das Schlimmste überstanden, und beim Einshamponieren und Einmassieren hat es dann gar keinen Widerstand mehr gegeben. Nachdem sie gespühlt und ein wenig abgetrocknet war sind wir dann beide zum Trocknen im Garten rumgelaufen und haben noch ein wenig im Gras gespielt. Sie dürfte mir also sogar diese vorläufig einmalige Untat verziehen haben. Und seit ich sie am folgenden Tag ordentlich gebürstet habe, ist das Fell jetzt richtig weich und glatt.
Auch wenn man etwas tut, was Aisha nicht so gefällt (wie z.B. Waschen ;-)), wird sie trotzdem nie aggressiv, will sich stattdessen zurückziehen und ist von sich aus immer sehr unterwürfig, noch kein einziges Mal hat sie irgendwen angebellt oder auch nur angeknurrt. Auch wenn wir draußen andere Hunde treffen verhält sie sich recht schüchtern und will sich am liebsten hinter meinen Beinen verstecken. Außer wenn ich mich mal kurz mit einem anderen Hund beschäftige, da will sie ihr neu gewonnenes Herrchen dann schon verteidigen, aber auch dabei ist sie nicht aggressiv, will den anderen Hund nur zurechtweisen. Überhaupt ist sie ein kleiner Aufmerksamkeitsjunkie ;-) Bei bellenden Hunden hinter Gartenzäunen auf unserer täglichen Runde will Aisha großen Abstand halten, trotzdem führe ich sie dann immer langsam nahe zum Zaun hin um ihre Furcht nicht noch zu festigen. Auch hier bellt sie nie zurück, bisher haben die fremden Hunde dann eh schnell zu bellen aufgehört und Aisha hat sich ein wenig entspannt, bevor wir weitergegangen sind.
Recht gut läuft unser Deutschkurs, ‚Sitz‘ und ‚Komm‘ funktionieren am besten, ‚Platz‘ lernen wir auch schon, mit ‚Bleib‘ haben wir gerade erst angefangen, und dass sie mit ‚Aisha‘ gemeint ist, hat sie schon am zweiten Tag überrissen gehabt :-) Das alles üben wir täglich im Garten oder auch herinnen und so gut wie möglich auch mal zwischendurch beim Spazieren.
Erste Sorgen hat mir Aisha gemacht, weil sie anfangs nirgends ein Lackerl oder ein Häufchen gemacht hat. In der ersten Nacht hat sie dann auch mal schnell geatmet und gehechelt, also sind wir um 3h nochmal raus gegangen, sie hat aber wieder kein Geschäft verrichtet, auch bei der Morgenrunde nicht. Erst als ich sie dann im Garten frei laufen lassen habe hat sie sich getraut. Die folgenden Tage hat das dann auch schon angeleint geklappt, mittlerweile brauchen wir nimmer den Garten dafür, wahrscheinlich hat sie sich jetzt getraut ihr neues Revier in Besitz zu nehmen :-)
Auch nicht ganz reibungslos hat das Füttern begonnen, Aisha ist ganz und gar nicht verfressen, bettelt nicht und muss bei ihr unbekannten Fressbarem erst dazu animiert werden, es zumindest einmal zu kosten. Frühstücken will sie gar nicht, die ganze Tagesration am Abend ist ihr auch zu viel. Deshalb bekommt sie jetzt untertags eine kleinere und abends eine größere Portion, die sie mittlerweile ohne viel Zutun meinerseits verputzt.
Weitere positive Sachen: Aishas OP-Narbe von der Sterilisation verheilt sehr schön und Autofahren (also passiv ;-) ) klappt so problemlos, dass ich sie schon am ersten Tag zum Einkaufen ins nächstgelegene Haustierbedarfsgeschäft (schleichwerbungsfrei ;-) ) und letzten Mittwoch bei einem Nachmittagsausflug ins Weinviertel mitgenommen hab.
Immer mehr festigt sich mein Eindruck, dass ich den genau richtigen Hund für mich bekommen hab. Aisha ist sehr zurückhaltend, sanft und folgsam, will alles richtig machen und versucht kaum ihren Kopf durchzusetzen, außer mal beim Schnüffeln, wenn das Herrchen einfach nicht verstehen kann, wie interessant das da gerade ist. Wo sie nur kann macht sie mir den Einstieg ins Hundebesitzersein so einfach wie möglich :-D
Liebe Grüße!

31.7.2016: Aisha ist heute in ihrem neuen Zuhause angekommen :-)
Auch die letzte halbe Stunde in meinem Auto war sie ganz brav, dann hat sie fleißig alle Zimmer, in die sie hinein darf, beschnuppert, eine Menge Wasser getrunken und mir schon aus der Hand gefressen ;-) Dass der Garten vom Regen nass war hat sie gar nicht gestört und ist auch hier auf Entdeckungsreise gegangen. Und dass das neue Herrchen sie zur Begrüßung gleich einmal ein bisschen wäscht hat sie auch nicht aus der Fassung bringen können, das Bürsten hat ihr sogar gefallen. Aber so ein aufregender Tag hinterlässt natürlich seine Spuren, jetzt schläft sie seelenruhig im Wohnzimmer am kühlen Fußboden und kriegt vom Gewitter draußen garnix mit.
Fazit der ersten Stunden: Brustgeschirr anlegen klappt super, Hundefutter wird ohne weitere Tricks als solches erkannt und akzeptiert, Leckerlies sowieso, noch nicht ganz bekannt sind Glasscheiben (Balkontür), der eigene Name oder sonst irgend solche komischen Worte wie Sitz oder Platz (am 1. Tag schon Deutsch lernen müssen!!! Also wirklich?!?). Aber das macht es einfacher, woran wir als erstes arbeiten werden. Schon kapiert hat sie, dass sie zu mir gehört. Da hat sie vorhin sogar den halb vollen Futternapf stehen lassen, wie ich kurz in den oberen Stock gegangen bin, und ist mir lieber nachgelaufen ;-) also müssen wir auch schon am alleine bleiben arbeiten…
Doch das und auch bessere Fotos muss bis morgen warten, heute gibts nur mehr eine verregnete Abendrunde.
Liebe Grüße von Aisha und mir

9.5.2016: Aisha und Mädi beim spielen und plantschen https://youtu.be/bNljzLwW4FU

30.4.2016: Aisha und Juci https://youtu.be/dgP3D_GqCwQ

30.4.2016: Aisha und Juci im Garten https://youtu.be/hAulbr0nJnM

30.4.2016: Aisha https://youtu.be/o_Ij-597srE

Name: Aisha
geboren: ca. Oktober 2010
in der Tötung seit Juni 2015, KANN ab …. getötet werden
Rasse: (vermutlich Schäferhund) Mix
Geschlecht: Mädchen
Größe: Schulterhöhe 55 cm, Länge (Kopf – Schwanzansatz) 111 cm
kastriert: JA
katzenverträglich: unbekannt
wohnhaft: Zwinger in Ungarn

sucht: Fixplatz
ausreisefertig ab: ca. 3 Wochen

Beschreibung:
30.4.2016: Aisha wurde in einer Tötung an der rumänischen Grenze von ihrem damaligen Besitzer zum Töten abgegeben. Angeblich war sie davor ein Polizeihund. Von einer Tierfreundin wurden Aisha und Foxi vor knapp einem Jahr aus der Tötung geholt und in Sicherheit unter gebracht. Aisha lebt seither in einem Garten mit einigen anderen Hunden gemeinsam. Sie ist z. B. mit Espen und Wilbur zusammen. Bisher hat sie sich mit allen Hunden sehr gut verstanden, die sie getroffen hat, sie mag Artgenossen sehr. Da auf dem Grund in etwa 70 Hunde untergebracht sind, ist kaum Zeit für jeden einzelnen und Aisha freut sich wie verrückt über Besuch von Menschen, dann springt sie vor Freude herum, hüpft die Menschen an und ist einfach glücklich, dass jemand da ist. Letztes Wochenende hatte sie Besuch von einem Buben und auch über ihn hat sie sich sehr gefreut, hat ihm etwas „vorgesungen“ und ist ihn vor Begeisterung angesprungen. Kinder mag sie also ebenfalls, wobei es durch ihren Überschwang besser wäre, wenn die Kinder schon größer sind. Aisha ist generell ein sehr lieber Hund, der auch schon an der Leine gehen kann. Wir wünschen Aisha von Herzen, dass sie endlich zum ersten Mal in ihrem Leben eine liebevolle Familie findet, damit sie sieht, es ist eigentlich ganz normal, dass auch ein Hund glücklich sein darf.
Espen – https://www.pro4pet.eu/espen/
Foxi – https://www.pro4pet.eu/foxi/
Wilbur – https://www.pro4pet.eu/wilbur/

Aisha sucht somit ihre eigene Familie – einen Fixplatz. Wir können jedoch leider nicht mehr auf Pflegestellen vermitteln, mit denen wir bisher noch nicht positiv zusammen gearbeitet haben. http://www.facebook.com/media/set/?set=a.163450900509021.1073742005.120476234806488&type=3

Das Tier zieht mehrfach entwurmt, mit Spot on gegen Zecken und Flöhe behandelt, geimpft, gechipt, mit EU-Pass und im Regelfall kastriert zu seiner neuen Familie. Es wird von uns mit Schutzvertrag (kein Kaufvertrag im Sinne der §§ 1053ff, ABGB) und gegen eine Spende für die Kosten übergeben. Die Reisekosten sind abhängig von der Anzahl der Tiere, die gemeinsam auf Reise gehen und der Kilometeranzahl, da wir die Tiere bis ins neue Zuhause bringen.

Wenn Ihr eine Patenschaft übernehmen wollt, so findet Ihr alle Infos hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.321818434672266.1073742229.120476234806488&type=1

Um einen Überblick über die Hunde in der Tötungsstation zu erhalten, klickt bitte hier: https://www.pro4pet.eu/category/totung/

Unter folgendem link findet Ihr die Tiere, die in verschiedenen Zwingern außerhalb der Tötung wohnen, z. B. in Pensionen, auf Pflegestellen oder im Tierspital und dort auf ihre neuen Familien hoffen und warten. Oft kann dann ein Tötungshund auf die frei gewordene Stelle nachrücken. https://www.pro4pet.eu/category/pflegestelle/

Vereinskonto:
Kontoinhaber: pro4pet
IBAN: AT952020501002094702
BIC: SPBDAT21XXX
bei der
Sparkasse Baden
Hauptplatz 15
A-2500 Baden
Austria

Spenden via Paypal:
spenden@pro4pet.eu(Da über paypal für uns Gebühren anfallen, wären wir Euch aber dankbar, wenn Ihr über das Vereinskonto spenden würdet. Danke!!!!)
Wir sind sehr dankbar für jede Spende, die unseren Tieren somit eine Chance gibt. Bitte beachtet: Wenn Ihr einen Verwendungszweck angebt, so wird die Spende dafür verwendet. Wenn Ihr keinen angebt, so zahlen wir das, was momentan am wichtigsten ist, das kann eine Hundepension sein, eine OP oder ähnliches. Bitte spendet aber nur, wenn Ihr mit Folgendem einverstanden seid:
Wir versuchen die Administration so schlank wie möglich zu halten. Das heißt, dass wir bekannt geben, wenn die Summe für einen Verwendungszweck erreicht ist. Wenn danach für diesen Zweck noch einzelne Beträge eingehen, so verwenden wir diese für ein anderes Projekt, ohne extra nachzufragen, weil das ein Mehr an Organisation wäre, die wir sparen möchten, weil unsere eigentliche Berufung die Tierrettung an sich ist. Da viele Spender nicht genannt werden wollen, erstellen wir keine öffentlich einsehbaren Spenderlisten. Der jährliche Jahresabschluss plus die anschließende Prüfung durch die Rechnungsprüfer gewährleistet die Richtigkeit. Weiters wollen wir Euch auch darauf hinweisen, dass es uns noch nicht möglich ist, eine steuerlich absetzbare Spendenbescheinigung auszustellen. Dies kann erst nach drei jährigem Bestehen des Vereines beantragt werden, in unserem Fall können wir den Antrag heuer (2016) erstmalig einbringen. Vielen herzlichen Dank für Eure Hilfe!!

 

3 Jahren ago